Heute ist der letzte Bahnhofsdienst des DRK in Sachsen, der auf dem Leipziger Hauptbahnhof, das letzte Mal für Hilfesuchende tätig. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Dietmar Pellmann:
Dass heute nach Jahrzehnten Tätigkeit für Hilfesuchende beim Bahnhofsdienst des DRK in Leipzig die Lichter ausgehen, ist eine Schande für die amtierende sächsische Staatsregierung und die sie tragende Koalitionsparteien. Dieser Akt symbolisiert wenige Tage vor der Landtagswahl die wirkliche Haltung von CDU und SPD auf dem Sektor der Sozialpolitik. Auf der einen Seite leere Wahlversprechen und auf der anderen Seite rigorose Ausmerzung traditionsreicher und nach wie vor dringend notwendiger Hilfsangebote für Bedürftige.
Erinnern wir uns: Gegen den Widerstand der Linksfraktion wurden die Mittel für die sächsischen Bahnhofsdienste des DRK bei den Haushaltsberatungen der letzten Jahre zunächst drastisch gekürzt und schließlich gänzlich gestrichen. Unsere damaligen Warnungen wurden mit der Begründung in den Wind geschlagen, dass derartige Hilfsdienste in der heutigen Zeit nicht mehr benötigt würden. Die Realität sieht freilich völlig anders aus. Gerade behinderte und kranke sowie in Not geratene Menschen sind nach wie vor auf Hilfe angewiesen.
Die Linksfraktion im neuen sächsischen Landtag wird erneut die Bereitstellung von Fördermitteln des Freistaates beantragen, so dass auf wichtigen sächsischen Bahnhöfen künftig wieder Hilfsdienste entstehen können, deren Bedarf in Zukunft eher noch anwachsen wird.