Zur Antwort der Staatsregierung auf eine von ihm gestellte Anfrage (Landtagsdrucksache 5/1576) erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion Dr. Dietmar Pellmann:
Im Jahr 2008 (Zahlen für das Vorjahr liegen noch nicht vor) gingen in Sachsen fast 35.000 Menschen in Altersrente; nur etwas mehr als 7.000 davon hatten das 65. Lebensjahr vollendet und bezogen damit Regelaltersrente. Fast 28.000 und damit vier Fünftel waren Frührentner. Nicht alle davon mussten jedoch einen dauerhaften Abschlag in Kauf nehmen, immerhin jedoch fast die Hälfte. Wer angesichts dieser Fakten, so wie die Sächsische Staatsregierung und die sie tragende Koalition, am neuen Renteneintrittsalter mit 67 Jahren fest hält, ignoriert bewusst die Realität und macht sich des Rentenraubes schuldig. Die Fraktion DIE LINKE fordert die hiesige Regierung daher erneut auf, sich mit einer Initiative im Bundesrat für die Wiedereinführung des Renteneintrittsalters mit 65 Jahren einzusetzen. Die Linksfraktion wird dazu einen entsprechenden Antrag in den Geschäftsgang des Landtages einbringen.