Zurück zur Startseite
Dr. Volker Külow, MdL und Dr. Dietmar Pellmann, MdL
9. Juni 2010 Dr. Volker Külow, MdL und Dr. Dietmar Pellmann, MdL

Kudla entlarvt sich erneut als Verteidigerin sozialer Ungerechtigkeit

Man hätte es ja ahnen können, dass sich die ehemalige Leipziger Finanzbürgermeisterin zum so genannten Sparpaket der Bundesregierung zu Wort melden würde. Frau Kudla mag erneut angetrieben haben, ihr Image als unverbesserliche Verteidigerin von sozialer Kälte und Ungerechtigkeit weiter zu bedienen. Noch vor kurzem zog sie bekanntlich gegen das Leipziger Sozialticket zu Felde oder wunderte sich über die viel zu hohen Sozialausgaben in unserer Stadt. Bei alledem tut sie nach wie vor so, als ob sie nie in führender politischer Verantwortung dabei gewesen wäre, als sich Leipzig in den letzen Jahren den wahrlich nicht erstrebenswerten Ruf als sächsische Armuts- und Hartz-IV-Hauptstadt erworben hatte. Als es nämlich auch auf sie angekommen wäre, einen konstruktiven Beitrag zur Überwindung der sozialen Probleme in Leipzig zu leisten, floh sie flugs auf eine völlig einflusslose Berliner Hinterbank in der CDU-Fraktion.

So erstaunt es auch nicht, dass Frau Kudla ihre großspurigen Wahlkampfankündigungen, sich im Bundestag für Leipzig einsetzen zu wollen, bislang nicht ernsthaft umgesetzt hat. Seit ihrem Einzug in den Bundestag ist nicht eine einzige konstruktive Initiative in dieser Richtung von ihr bekannt geworden. So bleibt ihr offenbar nur, sozial ungerechte Regierungsbeschlüsse mit vermeintlich heißem Kämpferherzen für die Leipzigerinnen und Leipziger zu kommentieren, um sich gelegentlich wenigstens verbal in Erinnerung zu bringen. Immerhin könnte es angesichts der eklatanten personellen Nöte ihrer Partei in Leipzig ja auch gut sein, dass sie 2013 allzu gern für das Amt des hiesigen Oberbürgermeisters kandidieren möchte. Allerdings dürfte sie sich mit ihrer jüngsten Botschaft für diesen Karriereschritt wohl kaum empfohlen haben. Denn in ihrer entsprechenden Erklärung lässt sie durchblicken, dass die jetzt vorgesehenen sozialen Einschnitte erst der Anfang sind und weitere folgen müssten. In der von ihr gewohnten Buchhaltermentalität rechnet sie nämlich vor, dass bei den Kürzungen der Sozialbereich regelrecht geschont worden sei. Alles nach dem Motto: Wenn man in Berlin so schon nichts zu sagen hat, dann will man wenigstens das von Anderen Gesagte und Entschiedene noch übertreffen!