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Dr. Dietmar Pellmann, MdL
25. Februar 2011 Dr. Dietmar Pellmann, MdL

Armut nimmt weiter zu: Für fast 2.600 Verstorbene mussten sächsische Sozialämter 2010 Bestattung bezahlen

Zur Antwort der Staatsregierung auf eine von ihm gestellte parlamentarische Antrage „Finanzielle Leistungen der sächsischen Sozialämter für Bestattungen im Jahr 2010“ (Landtagsdrucksache 5/4777 – siehe zum Vergleich auch Landtagsdrucksache 5/1210) erklärt der sozialpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Dr. Dietmar Pellmann:

Immer mehr Menschen in Sachsen sterben so arm, dass die Sozialämter die Kosten der Bestattung übernehmen müssen. Waren es im Jahr 2009 reichlich 2.000, so im vergangenen Jahr schon fast 2.600. Dabei ist die Armut regional nach wie vor sehr unterschiedlich verteilt. Mit 658 Fällen führt die Stadt Leipzig diese traurige Rangliste mit großem Abstand an und erweist sich so weiterhin als die sächsische Armutshauptstadt.

Das spiegelt sich dann auch bei den Kosten wider, die die Sozialämter für die Bestattungen aufzubringen hatten. Sie beliefen sich 2010 sachsenweit auf 3,127 Millionen Euro, wobei auf die Stadt Leipzig allein 1,129 Millionen Euro entfielen. Dresden hatte hingegen für seine 272 armen Verstorbenen lediglich 380.000 Euro zu zahlen.

Angesichts bereits derzeit absehbarer zunehmender Altersarmut ist in den kommenden Jahren mit einem weiteren Anstieg der Zahl derer zu rechnen, für die die Sozialämter die Bestattungskosten übernehmen müssen. Das wird zu einem weiteren Anstieg der Sozialausgaben der Kommunen führen.